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Doktorarbeit von Frau Dr. Maria Teichgräber

Sie können sich hier die gesamte Arbeit als pdf-Dokument herunterladen oder um sich eine Übersicht zu machen das Kapitel "Zusammenfassung" direkt hier lesen.

 

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"Über die Wirksamkeit der oralen Pentosanpolysulfat-Therapie (SP-54) in der Behandlung der chronischen Interstitiellen Cystitis"

Zusammenfassung

Hintergrund und Ziele

Die Interstitielle Cystitis (IC) ist ein urologisches Krankheitsbild, welches überwiegend Frauen, aber auch Männer und Kinder betrifft und mit der typischen Symptomtrias Harndrang, Pollakisurie und Schmerzen einhergeht. Sie wurde bereits im 19. Jahrhundert erstmalig beschrieben, jedoch ist ihre genaue Ätiologie bis heute unbekannt. Es werden verschiedene Hypothesen zur Entstehung der IC diskutiert, dementsprechend gibt es viele verschiedene Therapieverfahren. Neben der kurzen Vorstellung der gängigsten Therapieoptionen wird in dieser Doktorarbeit speziell auf die Behandlung der IC mit Pentosanpolysulfat (SP54) eingegangen. Anders als in den USA wird SP54 in Deutschland in der Therapie der IC nur im off-label-use angewandt. Dies geschah auch bei einem  Kollektiv von IC-Patienten, die seit 1998 in der Urologischen Universitätsklinik Erlangen behandelt wurden. Ziel dieser Doktorarbeit ist es, in einer retrospektiven Studie die Wirksamkeit von SP54 im Hinblick auf den Krankheitsverlauf dieser Patienten darzustellen.

Methoden (Patienten, Material und Untersuchungsmethoden)

Es wurden 21 Patientenakten des Universitätsklinikums Erlangen-Nürnberg hinsichtlich Tagesmiktionsfrequenz (TMF), Nykturie, mittlerer und maximaler Blasenkapazität (BK) sowie subjektiver Beschwerden wie Brennen, Urge oder Schmerz ausgewertet. Parallel dazu erhielten die 21 Patienten einen von uns entworfenen standardisierten Fragebogen. Dort sollten zum Einen Angaben zum Krankheitsverlauf und zur subjektiven Beschwerdesymptomatik gemacht werden, zum Anderen sollte die PUF-Symptom-Skala nach Parsons in Bezug auf den Zustand vor Behandlungsbeginn und den momentanen Zustand (Dezember 2009 ± 2 Monate) ausgefüllt werden. Die ausgewerteten Daten wurden anonym in Tabellen zusammengefasst und graphisch dargestellt.

Ergebnisse und Beobachtungen

24% setzten SP54 nach 15-86 Monaten ab, bei 76% endete die Datenerhebung unter laufender SP54-Therapie nach 5-120 Monaten. Die mittlere TMF nahm bei 17 von 21 Patienten ab und nur bei 4 Patienten zu, die Reduktion lag im Schnitt bei 25%. Die Nykturie verringerte sich bei 17 von 21 Patienten, bei 4 blieb sie unverändert, insgesamt lag die durchschnittliche Reduktion bei 56%. Die mittlere BK nahm bei 14 von 16 Patienten zu und nur bei 2 Patienten ab, insgesamt lag die Zunahme durchschnittlich bei 34%. Ebenso verhielt es sich bei der maximalen BK, sie nahm bei 17 von 20 Patienten zu und bei 3 Patienten ab, insgesamt lag die Zunahme durchschnittlich bei 26%. Bei 18 von 21 Patienten besserten sich die subjektiven Beschwerden wie Brennen, Urge oder Schmerz, bei 2 Patienten blieben sie unverändert und bei 1 Patienten verschlimmerten sie sich. Durchschnittlich kam es zu einer Reduktion der genannten Beschwerden um 60%.
Bezüglich des Fragebogens ergab sich Folgendes: Jeder der 13 befragten Patienten wies mindestens eines der drei Leitsymptome Schmerz, Harndrang und Pollakisurie auf, bei 80% lagen sogar alle drei Symptome gleichzeitig vor. Die Schmerzen wurden meistens als brennend-stechend beschrieben mit punctum maximum über der Harnblase und am stärksten während der Miktion. Stress, Kälte und bestimmte Lebensmittel wirkten triggernd. Das durchschnittliche Alter lag bei Erkrankungsbeginn bei knapp 41 Jahren, zum Zeitpunkt der Diagnosestellung bei 53 Jahren. Zwischen dem ersten Arztkontakt und der Diagnosestellung lagen durchschnittlich 24-36 Monate. Eine Besserung unter SP54 stellte sich bei den meisten Patienten nach ca 6 Monaten ein, der Punktwert auf einer Schmerzskala konnte im Lauf der Behandlung durchschnittlich um 70% gesenkt werden. Auf der PUF-Symptomskala konnte insgesamt eine Verbesserung von durchschnittlich 35% erzielt werden.

Praktische Schlussfolgerung

Die Wirksamkeit von SP54 in der Behandlung der IC konnte belegt werden. Im Durchschnitt nahm die mittlere und maximale Blasenkapazität zu, die Tagesmiktionsfrequenz und die Nykturie nahmen ab. Vor allem aber in Hinblick auf die subjektive Beschwerdesymptomatik (Brennen, Urge, Schmerz) kam es zu einer signifikanten Verbesserung mit Zunahme der Lebensqualität.

 

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über uns

Der Verein "ICA-Deutschland e. V." - gemeinnützige Gesellschaft und Förderverein Interstitielle Cystitis - wurde am 19.08.1993 gegründet. In Europa ist er der erste vergleichbare Verein und weltweit der zweite nach den USA.

Seit über 20 Jahren kämpft der Förderverein für Interstitielle Cystitis(ICA) für mehr Aufklärung und Information von Ärzten und Öffentlichkeit, initiierte zahlreiche Forschungsprojekte und konnte dazu beitragen, dass sich Diagnose- und Therapiemöglichkeiten deutlich verbesserten.

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