ICA Forschungsberichte

Hier haben wir Ihnen eine Übersicht von Arbeiten und Veröffentlichungen zusammengestellt. Die einzelnen Berichte sind den Kategorien Forschung & Entwicklung sowie Therapie & Diagnose zugeordnet und entsprechend gekennzeichnet.

Die Berichte sind so gruppiert, dass immer 5 Beiträge auf einer Seite angezeigt werden. Im unteren Teil der Seite können Sie die Titel der nächsten 5 Beiträge sehen und zu diesen weiterblättern.


 

Hormone zur Behandlung von Unfruchtbarkeit stellen möglicherweise auch eine Behandlungsmethode gegen IC dar

Menschliches chorion gonadotropin (HCG) ist ein Hormon, welches an der Ovulation und auch an der Eizellreifung und dem Eisprung beteiligt ist. Zudem stimuliert es die Spermien Produktion beim Mann. Da bei IC Patienten ein Defekt im Urothel vorliegt und somit die Blasen auskleidende Schutzschicht beschädigt ist, kommt es häufig dazu, dass im Urin gelöste toxisch wirkende Substanzen ein unwohl Gefühl sowie Schmerzen hervorrufen. Es wurde dabei durch Blasen Biopsien bei IC Patienten festgestellt, dass HCG  die Integrität der Blasen auskleidenden Schutzsicht beeinflusst. Eine Störung der HCG Signalkaskade scheint dabei mit IC in Verbindung zu stehen. Eine Behandlung mit HCG bei IC Patienten könnte somit eine potentielle Behandlungsmethode darstellen.

Quelle: Rao CV. Therapeutic Potential of Human Chorionic Gonadotropin Against Painful Bladder Syndrome/Interstitial Cystitis. Reprod Sci. 2016 Mar 22. pii: 1933719116639139.

Der Vorteil von Botulinum Toxin und Hydrodistention konnte durch eine Einzelstudie bekräftigt werden

Die Behandlung von IC durch Botulinum Toxin und Blasen Hydrodistention ist ein Bestandteil der Behandlungsrichtlinien der Amerikanischen Vereinigung der Urologen und wird auch in europäischen Behandlungsrichtlinien diskutiert. Eine spanische Gruppe von Wissenschaftlern testeten diese Behandlungsmethode bei 25 IC Patienten. 84% der behandelten Betroffenen konnte eine deutliche Besserung der Symptome verzeichnen, vor allem in Bezug auf die Schmerzintensität und  Häufigkeit des Harnabgangs. Die positive Wirkung der Behandlung hielt dabei im Mittel sieben Monate an. Diese Art der Behandlung stellt somit eine Chance für IC Patienten dar, welche nicht auf die Standardbehandlungen der IC ansprechen.

Quelle: Lorenzo L, Bonillo MA, Arlandis S, Martínez-Cuenca E, Marzullo L, Broseta E, Boronat F. Hydrodistension plus Onabotulinumtoxin A in bladder pain syndrome refractory to conservative treatments. [Article in English, Spanish] Actas Urol Esp. 2016 Feb 11. pii: S0210-4806(16)00006-1. doi: 10.1016/j.acuro.2015.12.011

Die GAG Therapie stellt eine sichere und effektive Behandlung von IC Patienten und Patienten mit anderen chronischen Blasenerkrankungen dar

Der Grund einer Erkrankung mit IC ist noch nicht abschließend geklärt, aber Forscher sind sich einig, dass eine Beschädigung der Blasen Auskleidung, genauer der Glycosaminglykan Schicht (GAG), mit einer Erkrankung einher geht. Daher basieren viele Behandlungsmethoden auf dem Ansatz die GAG Schicht aufzufüllen bzw. wieder herzustellen. Dabei wurde unter anderem die exogene Gabe GAG durch direkte Verabreichung in die Blase untersucht. Diese Behandlungsmethode stellt eine sichere und fast Nebenwirkungsfreie Behandlung dar. Eine nicht invasive Methode, welche auch die GAG Schicht als Behandlungsaspekt sieht muss dabei noch entwickelt werden.

Quelle: Lazzeri M, Hurle R, Casale P, Buffi N, Lughezzani G, Fiorini G, Peschechera R, Pasini L, Zandegiacomo S, Benetti A, Taverna G, Guazzoni G, Barbagli G. Managing chronic bladder diseases with the administration of exogenous glycosaminoglycans: an update on the evidence. Ther Adv Urol. 2016 Apr;8(2):91-9. doi: 10.1177/1756287215621234. Epub 2015 Dec 16

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Der Verein "ICA-Deutschland e. V." - gemeinnützige Gesellschaft und Förderverein Interstitielle Cystitis - wurde am 19.08.1993 gegründet. In Europa ist er der erste vergleichbare Verein und weltweit der zweite nach den USA.

Seit über 20 Jahren kämpft der Förderverein für Interstitielle Cystitis(ICA) für mehr Aufklärung und Information von Ärzten und Öffentlichkeit, initiierte zahlreiche Forschungsprojekte und konnte dazu beitragen, dass sich Diagnose- und Therapiemöglichkeiten deutlich verbesserten.

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