• 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 1
  • Startseite

Häufige Nebenwirkung bei der Bestrahlung von Tumoren im Beckenbereich

Wir werden zunehmend darüber informiert, dass Patienten ihre dringend erforderliche Therapie selbst bezahlen müssen, dies aber nicht mehr können. Krankenkassen bezahlen lieber gesunden Menschen Yoga- und Fitnesskurse. Das Beispiel „Häufige Nebenwirkung bei der Bestrahlung von Tumoren im Beckenbereich“ zeigt, dass etwas gewaltig schief läuft.

Infolge einer Chemotherapie oder einer Bestrahlung kann sich eine Blasenentzündung (sog. Chemocystitis oder Strahlencystitis) entwickeln. In diesen Fällen findet man keine Bakterien im Urin.

Während die Ursachen für interstitielle Cystitiden oder eine überaktive Blase oft unklar sind, haben die Chemocystitis oder Strahlencystitis einen klar definierten Auslöser, nämlich eine vorangegangene Krebstherapie. Abhängig von der Häufigkeit und Intensität der Bestrahlung oder der Chemotherapie können erste Beschwerden bereits während der Therapie auftreten oder aber erst Monate nach der Behandlung.

Patienten zeigen während oder nach der Chemo- oder Strahlentherapie Anzeichen einer dadurch bedingten Harnwegsentzündung. Sie leiden an schmerzhaftem Harndrang, müssen auch bei geringen Urinmengen häufig Wasserlassen oder haben Blut im Urin.

Die Schleimhautzellen der Blase gehören, wie alle Schleimhautzellen, zu den sich schnell teilenden Zellen. Daher werden sie sowohl von Chemotherapie als auch von einer Bestrahlung angegriffen und zerstört. Zerstörte Zellen haben natürlicherweise einen Entzündungsvorgang zur Folge. Das Immunsystem des Körpers versucht, den Schaden zu reparieren, was einer Entzündung gleich kommt. Defekte der Schutzschicht der Harnblase (GAG-Schicht) können häufig nachgewiesen werden.

Bei solch einer Blasenentzündung durch Krebsbehandlung ist es genauso wichtig wie bei anderen bakteriellen Blasenentzündungen viel zu trinken, sich warm zu halten und eine gute Toilettenhygiene zu befolgen. Diese Maßnahmen dienen dazu, dass nicht noch zusätzlich Bakterien in die Blase einwandern und sich in der geschwächten Schleimhaut einnisten. Vorbeugend kann der Wirkstoff D-Mannose entzündungsverursachende E.coli-Bakterien neutralisieren, und mit dem Urin ausspülen.

Neben verschiedenen medikamentösen Therapieansätzen wird die Chemo- oder Strahlencystitis auch mit Instillationen von GAG-Ersatzprodukten behandelt, um die Regeneration der körpereigenen Schutzfunktion der Blase zu beschleunigen. Durch Harnblaseninstillationen zur Regeneration der GAG-Schicht mit der Zugabe von GAG-Bausteinen wie z.B. Chondroitinsulfat (Madersbacher u.a., 2012) oder/und Hyaluronsäure können die Beschwerden der radiogenen Cystitis deutlich gebessert werden.

Medizinprodukte zur Harnblaseninstillationen, die zur Regeneration der GAG-Schicht beitragen, werden von den Krankenkassen nur in Einzelfällen erstattet. Dies ist völlig unverständlich und gleicht angesichts der Leidenswege der Betroffenen einer unterlassenen Hilfeleistung. Wer die Maßnahmen der Krankenkassen zur „Prävention“ von Herzerkrankungen oder Rückenschmerzen betrachtet und feststellt wie vielen gesunden Menschen Yoga- und Fitnesskurse bezahlt werden, der kann nur an unserem Gesundheitssystem zweifeln. Dringender politischer Handlungsbedarf ist hier erforderlich.

 

Quellen:

http://gesundheitsratgeber-blasenentzuendung.de/buch/strahlenzystitis-oder-blasenentzuendung-durch-chemotherapie.htm

https://www.femannose.de

https://www.gepan-instill.de

https://www.urologielehrbuch.de/strahlenzystitis.html

https://www.instillamed.de

http://www.uropol.de

http://conturagmbh.de

  • 1
  • 2
  • 3

über uns

Der Verein "ICA-Deutschland e. V." - gemeinnützige Gesellschaft und Förderverein Interstitielle Cystitis - wurde am 19.08.1993 gegründet. In Europa ist er der erste vergleichbare Verein und weltweit der zweite nach den USA.

Seit über 20 Jahren kämpft der Förderverein für Interstitielle Cystitis(ICA) für mehr Aufklärung und Information von Ärzten und Öffentlichkeit, initiierte zahlreiche Forschungsprojekte und konnte dazu beitragen, dass sich Diagnose- und Therapiemöglichkeiten deutlich verbesserten.

weiterlesen

Ihr Kontakt zu uns ...

Sie haben Fragen oder Sie wollen uns etwas über sich mitteilen?

Sie haben etwas an uns zu kritisieren?

Dann nutzen Sie unsere Formular zur Kontaktaufnahme

Ihre Nachricht für uns

Impressum / Datenschutz

ICA-Deutschland e.V. Förderverein Interstitielle Cystitis
MICA - Multinational Interstitial Cystitis Association
Herr Jürgen Hensen
Untere Burg 21
D-53881 Euskirchen

eingetragen im Vereinsregister Euskirchen unter der Nummer VR 913

vollständiges Impressum