ICA Forschungsberichte

Hier haben wir Ihnen eine Übersicht von Arbeiten und Veröffentlichungen zusammengestellt. Die einzelnen Berichte sind den Kategorien Forschung & Entwicklung sowie Therapie & Diagnose zugeordnet und entsprechend gekennzeichnet.

Die Berichte sind so gruppiert, dass immer 5 Beiträge auf einer Seite angezeigt werden. Im unteren Teil der Seite können Sie die Titel der nächsten 5 Beiträge sehen und zu diesen weiterblättern.


 

Der Verzicht auf Zigaretten reduziert möglicherweise die Symptome der IC

Einer österreichischen Studie zu Folge verursacht Rauchen eine erhöhte Symptomatik bei einer Vielzahl von Erkrankungen.  Dabei wurden 1000 rauchende und nicht rauchende Probanden untersucht. Manche Studien zeigten eine Korrelation zwischen Zigaretten Konsum und einer Verschlimmerung der IC Symptome. Zudem ist das Rauchen einer der Hauptgründe für Krebserkrankungen, welche nicht nur die Lunge betreffen sondern auch andere Orange, wie z.B. die Blase und Nieren.

Quelle: Mobley D, Baum N. Smoking: Its Impact on Urologic Health. Rev Urol. 2015;17(4):220-5.

Ein neues Medikament AQX-1125 verspricht eine Verbesserung bei einer mäßigen bis schweren IC

Bei einer Studie mit 69 IC Pateinten wurde herausgefunden, dass bei einer sechs wöchigen Behandlung mit  AQX-1125 eine signifikante Reduktion der Symptome zu erzielen ist. Dafür wurden 37 Probanden mit dem Wirkstoff behandelt und 32 Probanden erhielten ein Placebo. Die Nebenwirkungen des Medikamentes sind dabei dem des Placebos gleichzusetzten. Basierend auf dieser Erkenntnis sind weitere Untersuchungen nötig um Patienten eine vielversprechende Behandlungsmethode zu eröffnen.

Quelle: Nickel JC, Egerdie B. Davis E, Evans R, Mackenzie L, Shrewsbury SB. A Phase II Study of Efficacy and Safety of a Novel, Oral SHIP1 Activator, AQX-1125, in Subjects with Moderate to Severe Interstitial Cystitis/Bladder Pain Syndrome (IC/BPS). J Urol. 2016 Mar 8. pii: S0022-5347(16)03368-1. doi: 10.1016/j.juro.2016.03.003

Im Urin gelöste Kationen könnten Auslöser der Blasen Dysfunktion bei männlichen IC Patienten sein

In einer Studie wurde gezeigt, dass die Konzentration gelöster Kationen im Urin bei IC Patienten im Vergleich zur Kontrolle erhöht sind. Zudem zeigen die Kationen bei IC Patienten eine erhöhte Zelltoxizität als jene der Kontrollgruppe. Die Toxizität der Kationen kann dabei durch das Tamm-horse-fall Protein reduziert werden. Durch diese Erkenntnisse ist es möglich eine neue Therapie Form zu entwickeln, welche die Blasen Dysfunktion bei IC Patienten reduziert.

Quelle: Argade S, Berecz Z, Su Y, Parsons CL. Increased toxic urinary cations in males with interstitial cystitis: a possible cause of bladder symptoms. World J Urol. 2016 Mar 30.

Hormone zur Behandlung von Unfruchtbarkeit stellen möglicherweise auch eine Behandlungsmethode gegen IC dar

Menschliches chorion gonadotropin (HCG) ist ein Hormon, welches an der Ovulation und auch an der Eizellreifung und dem Eisprung beteiligt ist. Zudem stimuliert es die Spermien Produktion beim Mann. Da bei IC Patienten ein Defekt im Urothel vorliegt und somit die Blasen auskleidende Schutzschicht beschädigt ist, kommt es häufig dazu, dass im Urin gelöste toxisch wirkende Substanzen ein unwohl Gefühl sowie Schmerzen hervorrufen. Es wurde dabei durch Blasen Biopsien bei IC Patienten festgestellt, dass HCG  die Integrität der Blasen auskleidenden Schutzsicht beeinflusst. Eine Störung der HCG Signalkaskade scheint dabei mit IC in Verbindung zu stehen. Eine Behandlung mit HCG bei IC Patienten könnte somit eine potentielle Behandlungsmethode darstellen.

Quelle: Rao CV. Therapeutic Potential of Human Chorionic Gonadotropin Against Painful Bladder Syndrome/Interstitial Cystitis. Reprod Sci. 2016 Mar 22. pii: 1933719116639139.

Der Vorteil von Botulinum Toxin und Hydrodistention konnte durch eine Einzelstudie bekräftigt werden

Die Behandlung von IC durch Botulinum Toxin und Blasen Hydrodistention ist ein Bestandteil der Behandlungsrichtlinien der Amerikanischen Vereinigung der Urologen und wird auch in europäischen Behandlungsrichtlinien diskutiert. Eine spanische Gruppe von Wissenschaftlern testeten diese Behandlungsmethode bei 25 IC Patienten. 84% der behandelten Betroffenen konnte eine deutliche Besserung der Symptome verzeichnen, vor allem in Bezug auf die Schmerzintensität und  Häufigkeit des Harnabgangs. Die positive Wirkung der Behandlung hielt dabei im Mittel sieben Monate an. Diese Art der Behandlung stellt somit eine Chance für IC Patienten dar, welche nicht auf die Standardbehandlungen der IC ansprechen.

Quelle: Lorenzo L, Bonillo MA, Arlandis S, Martínez-Cuenca E, Marzullo L, Broseta E, Boronat F. Hydrodistension plus Onabotulinumtoxin A in bladder pain syndrome refractory to conservative treatments. [Article in English, Spanish] Actas Urol Esp. 2016 Feb 11. pii: S0210-4806(16)00006-1. doi: 10.1016/j.acuro.2015.12.011

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